Habe mich den letzten Jahren, immer mal wieder, eher halbherzig als ambitioniert, nach einer Möglichkeit umgesehen, die Soziusfußrasten an meiner XSR900 zu entfernen, ohne auf die Option verzichten zu müssen, mein Gepäck an einer ähnlich gelagerten Stelle zu befestigen.
Der Zurrpunkt mit den original Soziusrasten
Vor einigen Wochen bin ich dann, durch Zufall, auf eine dezente Lösung für dieses Problem gestolpert. Abdeckungen für die Aufnahmepunkte der Sozisfußrasten inklusive Verzurrlösung. Zu beziehen aus einem Shop in Frankreich.
Wie sie sehen, sehen sie nichts. Die Soziusfußrasten wurden dezent entfernt.
Angst tötet – zugegeben, liest sich etwas dramatisch. Wo uns Angst früher vor einem unangenehmen Ableben mit Säbelzahntigerbeteiligung geschützt hat, lässt sie uns heute dumme Dinge tun. In unserer modernen Welt ist das menschliche Gehirn mit manchen Situationen schlicht überfordert.
Wenn die Tage kürzer werden, die Temperaturen sich nur noch zaghaft aus dem einstelligen Bereich herausbewegen und es generell etwas schmuddeliger und nasser wird, ist für viele wieder die Zeit gekommen, in der sie ihr geliebtes Motorrad in den Winterschlaf schicken. Ich weiß, ein trauriges Thema. Aber auch darüber muss gesprochen werden.
Tatsächlich gibt es bei modernen Motorrädern (mit Einspritzung etc.) gar nicht mal so viel zu tun und das Motorrad wird den Winter auch überleben, wenn man das Teil einfach in die Garage stellt und kurz „Tschüss“ sagt. Aber man will seinem Schatz ja was Gutes tun und das Gewissen beruhigt es auch. Also gebe ich mal einen kleinen Einblick, wie ich das so mache.
Ich habe Rücksäcke, die extra als „Motorradrucksack“ beworben werden, immer für einen Marketing Trick gehalten. Ein Rucksack ist doch ein Rucksack! Nur ein billiger Trick, um uns armen Motorradfahrern das Geld aus der Tasche zu ziehen! Und das bei den Spritpreisen. Schämt euch! Und überhaupt? Wer tut sich auf längeren Fahrten denn einen Rucksack an?!
Aber manchmal liegt man halt falsch. Und dann ist es Zeit, seine Meinung zu ändern.
Und wieder sind wir im Spessart unterwegs! Dieses Mal etwas länger als bei der Schnupperrunde. Knapp 230 km und laut Calimoto gute 03:30 h Fahrtzeit. Auf gehts!
Nach vielen Kilometern und einigen Sätzen Metzeler Roadtec01 + Roadtec01 SE bin ich letztes Jahr auf den Pirelli Angel GT2 umgestiegen. Warum? Nun, es hat sich mal wieder so gefügt, dass beide Reifen nahe dem Ende waren und da hat sich ein komplett wechsel angeboten. Die Testberichte des Angel GT2 waren vielversprechend, also rauf mit den Dingern.
Ihr habt den Führerschein frisch in der Tasche, das Motorrad steht schon bereit und ihr seid heiß darauf, endlich richtig loszulegen. Diese 6 kleinen Tipps sollen euch dabei helfen, den Einstieg angenehmer und einfacher zu machen.
Nutzt die Hinterradbremse
Immer wenn ihr im Begriff seid, mit eurem Motorrad anzuhalten, nutzt die Hinterradbremse zum stoppen. Gerade in etwas unübersichtlichen Situationen bei (z. B. Kreuzungen, Querstraßen) ist das ein echter Gamechanger. Wenn ihr für die letzten paar Meter des Anhaltevorgangs die Hinterradbremse anstatt die Vorderradbremse nutzt, bleibt euer Motorrad wesentlich stabiler und ihr könnt auch auf sich ändernde Verkehrssituationen viel schneller reagieren. Auch bei langsamen Manövern würde ich immer die Hinterradbremse der Vorderradbremse vorziehen. Jeder, der schon mal zu hart an den Bremshebel gepackt hat bei eingeschlagenem Lenker, weiß warum. Probiert es aus, es funktioniert!
Auch das Anfahren am Berg funktioniert mit der Hinterradbremse wesentlich geschmeidiger.
Da ist sie wieder, diese spezielle Zeit des Jahres. Die Blumen blühen, letzte Streusalz-Reste sind runter von den Straßen, die Temperaturen haben sich wacker in den zweistelligen Bereich geschlagen und eine ganze spezielle Spezies Männer stellt fest, dass auf ihren (Super-)Sportwagen das Saisonkennzeichen ja wieder greift.
Diese, im Folgenden Homo Tardus genannte Spezies, sticht aus der Masse schon durch ihr schillerndes Auftreten heraus. Mit den knalligen Farben ihrer PS-starken Boliden wollen sie sich einen Vorteil bei der Balz verschaffen. Und diese Strategie geht durchaus auf!
Serviervorschlag – der gemeine Homo Tardus dürfte allerdings durch seine Physiognomie spätestens beim Aussteigen Probleme bekommen
Man kennt es. Es ist dunkel, vielleicht regnet es noch, und man ist mit dem Motorrad unterwegs. So weit nichts Dramatisches. Wenn man aber nicht gerade mit einer BMW GS + anmontierten Flakscheinwerfern unterwegs ist, kann das eine recht funzelige Veranstaltung werden.
Natürlich gibt es zahlreiche Nachrüstlampen in H4 und H7. RacingVision, ExtremVision, Nightbreaker und wie sie alle heißen. Aber Leute! Wir leben im Jahr 2023! Halogen ist tot! Lang lebe LED! Und das meine ich wörtlich, die Dinger sind nämlich nicht billig!
Philips hat es kürzlich geschafft, ihre H4 und H7 LED Lampen mit einer Zulassung für Motorräder auszustatten. Also, nichts wie ran da!
Im Bild: der Doppelpack fürs Auto. Gibt es, wenn nicht gerade vergriffen, aber auch als Einzelpack für Motorräder
Seltsamer Titel. Verkopftes Thema. Wer hier eine Anleitung sucht, wie man sich von einer Büroklammer zu einem Ferrari F40 hoch tauscht, ist hier leider falsch.
Heute geht es darum, wie man, oft unbewusst, über die Zeit erworbene Fahrsicherheit (Trainings, Erfahrung etc.) gegen einen riskanteren Fahrstil eintauscht. Im schlechtesten Falle ist man dann, trotz Fahrpraxis etc., gefährdeter Unterwegs als in den ersten Stunden auf dem Motorrad.