Büro-Job, (nicht selbst) gebügelte Hemden, schicke Schuhe und am wohlsten fühlt er sich, wenn alles exakt nach Vorschrift und Protokoll läuft. Einzig der gepflegte Bart (alle zwei Wochen zum Barbier muss schon sein) ist Ausdruck des Rebellen, der tief drinnen schlummert. Generell wird Konfrontationen eher aus dem Weg gegangen und die aufgestaute Wut, weil man ja in der Regel alles brav schluckt, was einem hingeschmissen wird, bekommen maximal die Frau und die Kinder ab.
Zumindest die meiste Zeit der Woche. Denn ab und zu wird sich verkleidet. T-Shirt von irgendeiner Band, die man 1982 von sehr weit hinten mal live gesehen hat, Lederkutte und das pausbäckige Gesicht weicht dem bösen Gesichtsausdruck eines richtig harten Kerls. Dann wird sich auf sein Motorrad geschwungen (vorzugsweise Harley, wenn es die Finanzierung denn zulässt) und aus Achim, dem netten Sachbearbeiter, der hier und da mal zu oft ins Glas mit dem Gummibärchen greift, wird Achim, der böse Rocker.









