Proanti Motorradhandschuhe

Kann günstige Motorradbekleidung auch gut sein? Oder ist in dem Fall teurer = besser? Generell tendiere ich persönlich bei Schutzkleidung dazu, lieber ein paar Euro mehr auszugeben als am falschen Ende zu sparen. Durch Zufall (ok, vielleicht war es auch einfach nur Eitelkeit) bin ich zu einem Paar Proanti Motorradhandschuhen* gekommen und seit einigen Wochen mit denen unterwegs. Hier mal eine kleine Einschätzung zu den Motorradhandschuhen, die man für unter 30 € käuflich erwerben kann.

Reden wir direkt über den Elefanten im Raum: ja, ich habe die Handschuhe zu 100 % wegen der Farbe gekauft. Auf der Suche nach schönen, gelben Handschuhen, die farblich gut zu Ylvie passen, war ich schon länger. Nur hat man bei den bekannteren Herstellern im Moment ein großes Problem: es gibt eigentlich nur Neongelb. Wenn es mal was in einem Schönen gelb gibt, haben die entweder keinen Knöchelschutz oder waren nicht aus Leder. Irgendwann bin ich dann über die Handschuhe von Proanti* gestolpert.

Vorne weg: ich hab mich mit denen natürlich nicht absichtlich auf die Fresse gelegt, um die Schutzfunktion testen zu können. Das wäre für die paar Klicks am Tag deutlich zu viel Einsatz meinerseits. Aber auch ohne Härtetest traue ich mir zu, ein paar Worte zu den Handschuhen verlieren zu können.

Fangen wir mit dem offensichtlichen Defizit an: die Handschuhe geben keinerlei Auskunft über die Schutzklasse. In einigen Ländern (z. B. Frankreich) könnte man daher schon Probleme bekommen und es lässt auch darauf schließen, dass mit diesen Handschuhen wohl nie irgendwelche zertifizierten Tests gemacht worden sind. So weit, so schlecht.

Schaut man sich die Handschuhe aber mal genauer an, bemerkt man recht schnell, dass die Handschuhe zumindest auf den ersten Blick einige Schutzfunktionen bieten. Knöchel-, Finger- und Handballenschutz aus Kunststoff, Leder und doppelte Nähte. Inwieweit das bei einem Unfall alles hält wird man hoffentlich nie erfahren, aber rein optisch wurde da schon mal nicht gespart.

Klickt man sich durch diverse Produktrezessionen zu Proanti Produkten auf diversen Plattformen, hinterlässt das ebenfalls einen positiven Eindruck. Einige Rezensenten nutzen z. B. die Handschuhe auf der Rennstrecke. Nach einem Sturz kommen die Teile dann in die Tonne und bieten eine erschwingliche Alternative zu 200 €+ Handschuhen der großen Hersteller, die im Zweifel nach einem Sturz ebenfalls in die Tonne wandern.

Optisch und von der Verarbeitung her gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Keine losen Fäden, keine Materialverfärbungen, die Handschuhe sitzen gut und das Griffgefühl ist ähnlich gut wie bei meinen Held Handschuhen für deutlich mehr Geld.

Zwei Klettverschlüsse sorgen bei den Proanti Handschuhe für sicheren Sitz

Vom Temperaturbereich würde ich sie für 12 °C – 25 °C empfehlen. Bei allem drüber ist man mit reinen Sommerhandschuhen besser aufgehoben, bei allem drunter sind Winterhandschuhe die bessere alternative. Aber gerade für die Übergangszeit ein TOP Handschuh. Bei mir persönlich hat er den Held Evo Thrux* abgelöst. Nicht dass der Evo Thrux ein schlechter Handschuh wäre, nur passte der farblich (Weiß/Rot) einfach nicht mehr zur XSR900. Wo wir wieder bei der Eitelkeit wären.


Fazit

Den Härtetest werde ich hoffentlich nie machen müssen, dennoch bin ich zuversichtlich, dass die Handschuhe bei einem Unfall schützen. Leder, doppelte Nähte, Kunststoffprotektoren an den entsprechenden Stellen. Eigentlich alles mit an Board für einen erfolgreichen Crash. Der Preis ist absolut unschlagbar und man bekommt für kleines Geld einen gut sitzenden Motorradhandschuh. Ich würde ihn auf jeden Fall wieder kaufen!

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